Zu Gast im größten Freilichtmuseum des Planeten
· Stephan
Nach dem nächtlichen Spaziergang durch die Ruinen von Assos führte mich mein Weg zunächst nach Bergama, welches zu Fuß des alten Pergamon liegt. Da ich schon Mittags eintraf, hatte ich noch genügend Zeit die Ruinenstädten innerhalb der Stadt zu besichtigen. Quartier hatte ich in der “Gobi Pension”, welche von dem kleinen, lustigen und alten Gobi und seinem Sohn geführt wird. Abends bildete sich im kleinen Hofgarten der Pension eine lustige Runde aus 2 amerikanischen Paaren, einer Japanerin, einem pensionierten canadischen Konsul und natürlich mir. Es wurde viel gelacht und insbesondere Niel, der Konsul, hatte immer wieder aus seiner Zeit in Honduras die tollsten Geschichten zu erzählen.
Morgens, direkt nach dem Frühstück, bin ich dann auf den Burgberg von Pergamon gefahren. Die Preise für den Parkplatz sind, wie generell die Eintrittspreise in der Türkei, schon ganz schön heftig. Nur Motorräder dürfen umsonst partken. ;-)
In Pergamon war einst die zweitgrößte Bibliothek des Altertums. Da die Ägypter Angst hatten Pergamon könnte die Bibliothek von Kairo übertrumpfen, schnitten sie den Papyrusnachschub ab. So entwickelten die Gelehrten von Pergamon das Pergament.
Von Bergama machte ich mich dann mittags auf den Weg nach Ephesos. Ich wollte jedoch nicht durch Izmir fahren, was bedeutete in einem großen Halbkreis drumherum fahren zu müssen. Dieses Unterfangen bescherte mir dann auch die ersten Schotterpisten auf der Reise. Und das obwohl es noch als eine ganz normale Landstraße auf meinen Karten eingezeichnet war. Das läßt ja schon einmal für den Osten der Türkei hoffen.
In Selcuk hat mich dann ein deutschsprechender Einheimischer auf seinem Motorroller zu “Barmi Pension” geführt wo ich nun für 2 Nächte eine kleine Kamer bezogen habe. Die 2 Übernachtungen mit Frühstück kosten genauso viel wie der Eintritt zu den Ausgrabungsstätten von Ephesos. Diese habe ich dann auch schon in aller Frühe besucht, um dem großen Besucheransturm einigermassen zu entgehen. 5 Stunden lang bin ich durch die Ruinen gestreift und habe neben vielen faszinierenden Mosaiken, Malereien und Bauten auch ganz schön verrückte Touristen angucken können. Mein Gott bin ich vernünftig ;-) Keine Flippflops, oder hochhackige Schuhe. Nicht im Stechschritt unter den anspornenden Rufen eines Guides in 1.5 Stunden durch die Ruinen hetzen.
Nun geht es morgen weiter Richtung Pamukkale und dann weiter Richtung Osten um dann in den nächsten Tagen in Kappadokien anzukommen.
Wie immer gibt es natürlich auch neue
Bilder
und eine aktualisierung der
Route
!