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Mülheim > Kairo > Kapstadt Helge und Stephan

Bilder

Motorradparadies Türkei

· Stephan

Irgendwie bin ich dann doch länger als geplant in Istanbul geblieben. Selbst nach dieser Zeit hatte ich noch das Gefühl nur einen Bruchteil der Sehenswerten Dinge in Instanbul besucht zu haben. Ganz besonders kann ich neben den klassischen touristischen Attraktion eine Rundtour in einem städtischem Bus - wenn auch nicht ganz freiwillig - einen Besuch der asiatischen Seite Istanbuls und die Teilnahme am von Ali, dem Inhaber des Mavi-Guesthouse, organisierten Discobesuch im Szenenviertel Taksim empfehlen. Auf der Dachterrasse Club Rütüm geht es erst ab Mitternacht los, aber dann steht kein Fuß mehr still und es wird zu Rhythmen die uns von Balkanpartys bekannt erscheinen gefeiert. Ein Erlebnis auf welches ich gerne verzichtet hätte war die Taxifahrt Club. Da wir 2 Taxis benötigten, hatten die beiden Fahrer nichts besseres zu tun als ein Rennen zu fahren. So ging es mit bis zu 140 km/h durch den innerstädtischen Nachtverkehr. “Need for Speed” in echt.
Am Dienstag ging es dann morgens wieder los. Als erstes musste ich zum Hafen um mit einer Fähre nach Asien überzusetzen. Dann hieß es 50 Kilometer Ausfallstraße zu folgen um dann endlich mit einer weiteren Fähre dem Verkehrschaos von Istanbul zu entgehen. Seit dem befahre ich nun herrlichste Landstraßen in allen Qualitätsstufen.
Am Abend war nun die Zeit für das erste mal “Wild campen” gekommen. Etwas abgelegen von einem kleinem Dorf am Rand eines kleinen Wäldchen fand ich einen geeigneten Platz. Nach dem Zeltaufbauen kochte ich noch schnell ein paar Nudeln mit Tomatensuppe und dann ging es früh ins Bett bzw. Schlafsack. Doch leider wurde ich ca. 1,5 Stunden später von einem Hupen jäh aus den Schlaf gerissen. 2 Jugendliche mit einem Motorroller standen vor meinem Zelt. Die Verständigung mit den beiden war in Ermangelung von beiderseitigen Sprachkenntnissen doch sehr holperig und somit dauerte es relative lange bis sie wieder von dannen zogen. Da sie natürlich Freunde hatten die auch noch mal den komischen Typen aus Deutschland sehen mußten, bekam ich noch 2 mal in der Nacht von den Jungs besuch. Super!
Der Mittwoch brachte wieder besten Fahrspaß. Nur das aussehen meiner Tenere leidet etwas unter den Straßenbaukünsten den Türken. Wenn hier eine Straße neuen Belag bekommt heißt das, das man erst einmal Teer auf die Piste kippt und dann den Verkehr drüber schickt. Später kommt dann irgendwann mal Schotter, nicht wie bei uns Splitt, in einer Körnung von 20 bis 30 mm und man schickt wieder den Verkehr drüber. Spart man sich halt die Walze. Bedeutet natürlich das Motorrad und Fahrer geteert und geschottert werden. Mal gucken wie ich das wieder abbekommen.
Nun rolle ich erst einmal wieder an der Mittelmeerküste entlang um verschiedene alte Ruinenstädte zu besichtigen. Die Ruinen von Assos habe ich Nachts besucht - wollte noch nicht ins Bett - welches bei fast Vollmond ein unvergessliches Erlebnis war. Und obendrein sind die Tickethäuschen dann nicht besetzt ;-)
Nun habe ich den wunderschönen Campingplatz “Ada Camp” in der nähe von Ayvalik gefunden. Hier gibt es sogar ein Wlan das bis in mein Zelt reicht, so daß ich mich nach Einbruch der Dunkelheit von Mücken retten konnte und trotzdem euch diese Zeilen senden kann. Morgen werde ich von hier aus ohne Gepäck nach Pergamon/Bergama fahren und mir die Ruinen der Hauptstadt des Pergameischen Reiches ansehen.
Natürlich habe ich auch wieder Updates bei den Bildern und Routen eingestellt.

1 Zuschrift

kristina

hehe, das mit den Mücken und der Flucht ins Zelt kenn ich noch von Capraia. Sarah und ich hatten aber anstatt Wlan nur "Bibi und Tina" auf dem MP3 Player. ;-) Kann ich sehr empfehlen! *drücker in die Ferne* Kristina