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Mülheim > Kairo > Kapstadt Helge und Stephan

Bilder

Feenkamine und tiefe Schluchten

· Stephan

Die Fahrt von Konya Richtung Kappadokien brachte mir nun erst einmal viele Kilometer schnurgerader Straße vorbei an einem riesigen Salzsee. Leider war von dem See nicht wirklich etwas zu sehen, da er so gut wie kein Wasser mehr hat. Auch das Salz kam nicht in Sichtweite. Irgendwann wurdes es dann doch mal ein bisschen bergiger und damit auch aus fahrerischer interessanter. Doch die kleinen Berge bereiten einen nicht wirklich auf das vor was einen hier erwartet. Mein Zielort für die nächsten Tage, Göreme, liegt mitten im Herzen Kappadokiens. Der Ort wird nicht nur von den tollsten Schluchten und Felsformationen umgeben, nein, er ist ein Bestandteil eben dieser. Viele Häuser, Hotels und Pensionen sind in die Felsen gebaut und die Zimmer sind Höhlen. Ich wählte jedoch, aus preislichen Gründen, eine sich in einem normalen Haus befindliche Pension als meine Unterkunft. Bis heute habe ich es auch nicht bereut die “ Köse Pension ” gewählt zu haben. Die Familie Köse, welche diese Pension seit über 25 Jahren führt, lebt hier eigentlich ehr wie mit einer großen Familie. Jeder ist willkommen und so verwundert es auch nicht das manchmal Reisende, wie Shawn - der aktuelle Küchenchef -, hier auch mal für ein paar Monate bleiben, bevor es sie dann weiter durch die Welt zieht. Ich wählte, entsprechend der Reisekasse, wieder eine Matratze im Dachgeschoss. Doch schon nach nur einer Nacht wurde ich gebeten, für die nächsten Nächte in ein normales Zimmer umzuziehen, da eine Reisegruppe mit 18 Studenten eintreffen würde. Dies bescherte mir nun einen neuen Zimmergenossen, Rob aus Alaska, mit dem ich auch in den nächsten Tagen gemeinsam zu Fuß und auf meinem Motorrad die Gegend erkundet habe. Wir besuchten viele Schluchten, eine Unterirdische Stadt, zusammen mit Sarah aus London den Wochenmarkt, und kochten im Garten uns unser Abendessen mit frischen Gemüse vom Markt.
Eine wichtige Erfahrung vom Markt ist übrigens:

Wenn versucht wird die gewünschte Ware (rote Paprika) in zu geringer Menge (1 Stück) auf dem Markt zu kaufen, bekommt man sie geschenkt!

Doch das absolute Highlight erlebte ich dann heute. Mehmet, der Hausherr, nahm uns (Rob, seinen Sohn Ali, Shawn, 2 seiner Freunde, mich und natürlich den Hund Spotty) mit auf eine Tageswanderung. Mit einem Kleinbus wurden wir von einem weiteren Bekannten zu dem oberen Einstieg der vielen Schluchten gefahren. Schon nach wenigen Meter wurde klar, hier kommt sonst kein Tourist hin. Ein Weg war nicht wirklich vorhanden. Um so schöner war es durch diese Kilometer lange Schlucht zu wandern und auch teilweise zu Klettern. Immer wieder wurde zwischendurch angehalten um Walnüsse zu sammeln und wilder Äpfel oder Weintrauben zu essen. Natürlich wurde auch mal ein Tee auf dem offenen Feuer gekocht. Zur Mittagszeit war dann großes Picnic angesagt. Shawn hatte mich gebeten meinen Kocher einzupacken und kochte uns nun eine Suppe. Während dessen bereitete Mehmet über dem Feuer Auberginen und Tee zu, währende seine Freunde Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Eier, Paprika und Peperonie für den Salat vorbereiteten. Dazu gab es dann frischen Brot und Feta. Wir hatten so viel, das sogar Spotty noch ein Brot mit Feta bekam. Auf dem weiteren Weg ging es dann auch mal durch vom Wasser gegrabene Höhlen und Kreuz und Quer über den im Moment zum Glück sehr kleinen Wasserlauf.
Für die nächsten Tage haben Rob und ich uns nun noch ein paar Schluchten mit Felskirchen und einen Besuch der heißen Quellen vorgenommen.
Wie immer gibt es auch neue Bilder und eine Aktualisierung der Route.

1 Zuschrift

Kerstin

Hallo Stefan, einfach immer wieder schön deine Berichte zu lesen und so ebenfalls etwas mitreisen zu können. Alles Gute weiterhin von der gesamten Bocklerbande.