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Mülheim > Kairo > Kapstadt Helge und Stephan

Bilder

Die ersten warmen Tage

· Stephan

Lange habe ich nichts schreiben können. Fast 6 Tage hatten wir keinen Handyempfang.
Nach dem sagenumwobenen Marakesch haben wir uns wieder auf in Richtung Westen zum Atlantik gewandt. Damit haben wir Autobahnen nun endlich hinter uns gelassen. Und die Schlaglöcher werden nun auch nicht mehr kleiner. Unser Tagesziel ist heute ein kleiner Campingplatz direkt am der Küste. Die Fahrt dauert länger als erwartet. Zwischenzeitlich trennten sich unsere Wege, da Klaus und Frank ein paar Bergstrecken in den Ausläufern des hohen Atlas unter die Räder nehmen wollten, die für unseren Bully zu schwer gewesen wären. Erst in der Dämmerung biegen wir auf die Landstraße zu dem kleinen Zielörtchen ein. Hier lernen wir nun das erste mal den afrikanischen Nachtverkehr ein. So gut wie kein Auto hat die Scheinwerfer in “normaler” Ausrichtung. Alle scheinen direkt in den Gegenverkehr, damit man auch auf jeden Fall gesehen wird. Für Motoradfahrer besonders unangenehm.
Campingplätze sehen hier allerdings etwas anders aus als in Europa. Zum setzen der Zeltheringe hätten wir ein Bolzenschussgerät gebrauchen können.
Morgens haben wir dann noch schnell die Ventile an Klaus’ KTM eingestellt. Doch leider war nach 20 Kilometern schon wieder Ende. Die Ventile hatten wieder Spiel. Die KTM hörte sich an wie eine alte Nähmaschine. Kurzerhand wurde die KTM auf den Fahrradheckträger von Oliver Kan geschnallt. Von da an ging es für uns den ganzen Tag an der Steilküste entlang weiter bis zu einem Campingplatz in der nähe von Laayoune. Vor Ort mieteten wir uns in einem festen Beduinenzelt ein. Nicht um dort drin zu schlafen - das machten wir auf Grund der reichlich vorhandenen Mücken doch lieber im Zelt - sondern um es in eine Werkstatt umzufunktionieren. Schnell war unter unzählbaren tatkräftigen Händen und dem stets wachsamen Auge der Chefmechanikers Frank das Problem gefunden. Leider kam aber auch genauso schnell die Erkenntnis, das wir hier nichts machen können. Am Morgen haben wir versucht die erforderlichen Teile in Deutschland zu ordern. Von nun an reißte die blaue KTM im Bus von Thorsten mit. Frank und Klaus teilten sich die Etappen.
Von nun an geht es richtig in die Wüste - im Moment noch auf geteerten Straßen. Aber auch jetzt kann man schon die Weite der Sahara erahnen. Die Strecken zwischen einzelnen Tankstellen sind oft mehr als 100 Kilometer und der Flüssigkeitsbedarf der Fahrer steigt!
In Dakhla haben wir wieder einen Ruhetag um uns mit den nötigen Materialien - Essen, Trinkwasser und Treibstoff - für die bevorstehenden Wüstenetappen mitzuführen. Wir tanken die Fahrzeuge voll und führen zusätzlich 90 Liter Trinkwasser, 50 Liter Brauchwasser, 100 Liter Diesel und 30 Liter Benzin mit uns. Der Bulli ist damit tiefergelegt. Netterweise nehmen uns andere Teams einen Teil unserer Spendenartikel bis zu Ankunft in Banjul ab. Am Mittwoch den 11. März geht es dann in Richtung mauretanische Grenze und damit auch bald Off-Road.

1 Zuschrift

Richard Ostfeld

Hallo Jungs! Es ist sehr spannend und die Bilder spektakulär. Einfach große Klasse! Bis bald! Richard Ostfeld