Auf Spuren der Kolonialherren
· Stephan
Von Nouakchott aus sind wir in einer Tagesetappe zur Grenze des Senegal gefahren. Die Landschaft ist nun schon wieder nicht mehr so karg und es durchziehen auch wieder Flüsse das Land. Die Grenze von Mauretanien und Senegal wird durch den Senegal-Fluss beschrieben. An seinen Ufern gibt es weite Feuchtgebiete und eine reichhaltige Tierwelt. Um zum Grenzübergang mit den “freundlichsten” Grenzern in dieser Region zu kommen sind wir ca. 50 Kilometer am Senegal-Fluss entlang durch einen Nationalpark über einen Damm/Deich gefahren. Beieindruckend war das auf der einen Seite des Damms weite Sumplandschaften waren, während auf der anderen Seite vertrocknetes Ödland zu sehen war. Dieses wird anscheinend nur währen der Regenzeit überspült.
Mit überschreitung des Senegal-Fluss hatten wir dann auch nach nur kurzer Wartezeit - einmal Mittagessen kochen und Siesta halten - die Ausreise aus Mauretaninen geschafft. Bei Sonnenuntergang reißten wir in den Senegal ein. Leider nicht alle. Fünf der sieben Schweizer hatten sich vorab nicht um ein Visum gekümmert und durften somit am folgenden Morgen wieder zurück nach Nouakchott fahren um eben dieses dort zu besorgen.
Nach geschafftem Grenzübertritt fanden wir anderen uns alle in einer “Zollkolone” wieder. Da wir für unsere Fahrzeuge alle keine Carnet de Passage mitführten wäre uns mit den alten Autos eigentlich die Einreise verwährt worden. Aber die Orgas hatten vorab dafür gesorgt, das auf unserer gesamten Fahrt durch den Senegal Zöllner mit von der Party waren, um dafür zu sorgen, das auch wirklich jedes Fahrzeug wieder ausreißt. Somit hatten wir also einen KFZ-freien Ruhetag in St. Louis.
St. Louis selber ist eine alte französische Kolonialstadt. Ihr eigentliche Stadtkern befindet sich auf einer Insel. Hier kann man noch zahlreiche alte Bauten im kolonialstil finden. Für uns war es dir erste Stadt mit richtigem afrikanischen Charme. Der alte französische Stil weöcher sich in den zum Teil stark mitgenommen alten Gebäuden zeigt, gepaart mit dem farbenfrohen Leben des jetzt. Ein ausgedehnter Rundgang über die Insel ist auf jeden Fall immer lohnenswert.
Unser Campingplatz befand sich auf einer vorgelagerten Landzunge. Im dorthin zu gelangen führte uns der Weg durch den Fischereihafen mit den angerenzenden Wohngebieten. Hier ließ sich dann auch ein erster Eindruck vom dem afrikanischen Leben erhaschen. Abends brodelte es in den Gassen und es gibt auch allerlei Belustigungen wie Bars, Karaokeveranstaltungen oder Hahnenkämpfe. Morgens in aller frühe sind dann schon wieder die Fischer unterwegs um ihre Ware möglichst frisch aus den an Land gezogenen Booten in einern der unzähligen LKWs zu verladen.
Von St. Louis geht es wieder in einer sehr schnellen Kolonne weiter Richtung Gambische Grenze.