seit meinem letzten Rundschreiben aus Aleppo/Syrien sind nun auch schon wieder 7,5 Wochen vergangen. Viele Kilometer und Sehenswürdigkeiten habe ich seit dem hinter mir gelassen. Und, was viel wichtiger ist, ich bin zahlreichen netten Menschen begegnet. Von Damaskus aus bin zusammen mit Annabel und Alex aus London sowie Michi und Barni aus München per Bus 1,5 Wochen durch den Libanon gereist. Von Amman in Jordanien bis Dahab in Ägypten bin ich dann zusammen mit Michi weitergereist. Er ist allerdings auf dem Fahrrad unterwegs. Eine ganz neue Erfahrung, da die Reisegeschwindigkeit erheblich langsamer wird. Wandern im Dana Nationalpark, waghalsige Kletterpartien in den Felsen von Petra um auch jedes Grab zu besuchen, auf den Spuren von Lawrence von Arabien im Wadi Rum, Tauchen in Dahab, der Berg Mose, Nächte am Lagerfeuer, saunen in Höhlen mit heißen Quellen. Und nun:
Kairo - das Paris des mittleren Ostens!
20 Mio. Menschen. Wolkenkratzer und Slums. Die großen Pyramiden und noch größere Shoppingmals. Cairo Jazz Club. "Old Cairo" mit winzigen Gassen und noch kleineren Restaurants. Foul, Hummus, Tehina, Felfella. Einmal satt essen auf der Straße für 0,90 Euro oder nen Kaffee von StarBucks für 3 Euro. Alles ist möglich! 24 Stunden am Tag. Motorradfahren in Kairo?! Ein Himmelfahrtskommando? Nein! Ein bisschen wie Rushhour im Ruhrgebiet, aber ohne die nervenden Verkehrsregeln. Manchmal gibt es Markierungen auf der Fahrbahn. Aber am besten ist es wenn man sie nicht beachtet. Ampeln gibt es auch hin und wieder. Ich habe aber bisher nicht herausgefunden, warum die aufgestellt werden. Auf jeden Fall nicht um den Verkehr zu Regeln. Nur den Anweisungen von Verkehrspolizisten sollte man folge Leisten. Meistens ;-)
Gestern habe ich dann auch mein Visa für den Sudan erhalten. Aber vorerst werde ich mich noch ein bisschen in Kairo und Ägypten herumtreiben. Zur Christmette am heutigen Heiligen Abend werde ich in die Kapelle der deutschen Schule gehen. Ein Stückchen Heimat in der Ferne.
Auch für das Projekt in Kampala geht es vorwärts. Seit meinem letzten Newsletter sind 569 Euro für die Schule in Kampala eingegangen. Ich möchte mich, stellvertretend für alle am Projekt beteiligten ganz herzlich für die Unterstützung bedanken. Doch das Ziel ist noch nicht erreicht! Sowie meine Reise, mein Weg durch Afrika, jetzt erst Richtig beginnt, haben wir auch in der Finanzierung des Projektes noch ein gutes Stück Weg vor uns. Vielleicht habt ihr noch die eine oder andere Idee wie man das Projekt unterstützen kann.
Weiterhin versuche ich euch auf meiner Website http://www.fernwehge.de/ immer mit aktuellen Berichten, der Route und Fotos auf dem laufenden zu halten.
Ich wünsche euch allen gesegnete Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2010!
Grüße aus Kairo
euer Stephan